A B C D E F G H I K L M N O P R S T U V W X Z

Viskosität

Maß für die Zähigkeit einer Flüssigkeit oder eines Gases. Die Viskosität kann auch als innere Reibung des Fluids bezeichnet werden. Höhere Viskosität bedeutet geringere Fließfähigkeit und höhere Zähflüssigkeit, niedrige Viskosität höhere Fließfähigkeit und geringere Zähflüssigkeit. Ursache für die unterschiedlichen Viskositäten von Fluiden sind die unterschiedlichen molekularen Strukturen. Abhängig von dieser molekularen Struktur treten unterschiedliche Anziehungskräfte zwischen den Teilchen des Fluides auf. Bei starken Anziehungskräften ist das Fluid zähflüssiger, bei geringeren Anziehungskräften dünnflüssiger. Vereinfacht kann man sich den Aufbau eines Fluides aus Molekülschichten vorstellen. Wenn das Fluid fließt, gleiten die Molekülschichten aneinander vorbei. Um den durch die Anziehungskräfte zwischen den Molekülen erzeugten Widerstand gegen die Verschiebung zu überwinden, wird eine bestimmte Kraft benötigt. Aus dem Zusammenhang zwischen der Kraft und dem erzeugten Geschwindigkeitsgefälle wird die dynamische Viskosität als Proportionalitätskonstante definiert. Dynamische Viskosität = Schubspannung/Geschwindigkeitsgefälle. Die Einheit der Dynamischen Viskosität ist die Pascalsekunde (Pa•s = 1 N•s/m2) 1 mPa•s = 10-3 Pa•s = 1 cP P = Poise (veraltete Einheit) Kinematische Viskosität = Dynamische Viskosität/Dichte. Die Einheit der Kinematischen Viskosität ist mm2/s 1 mm2/s = 10-6 m2/s = 1 cSt St = Stokes (veraltete Einheit) Unter Einwirkung der Schwerkraft ist die Kinematische Viskosität das Verhältnis von dynamischer Viskosität und Dichte (d. h. z. B. im Fall des freien Fließens, Messung mittels einer Kapillaren, siehe auch Ubbelohde-Viskosimeter).